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Der neu gegründete Verein Immobilien- und Standortgemeinschaft Schloßstraße Bensberg e.V. will 75 Prozent der Immobilienbesitzer an der Schloßstraße ins Boot holen. Dann soll eine gesetzliche Organisation daraus werden - mit entsprechender Schlagkraft. Bensberg - Schach der Tristesse bieten jetzt die Grundeigentümer der Bensberger Fußgängerzone: Bisher sind es erst zehn, doch man möchte mindestens 75 Prozent der Immobilienbesitzer an der Schloßstraße ins Boot holen, denn dann kann aus dem freiwilligen Verein Immobilien- und Standortgemeinschaft Schloßstraße Bensberg e.V. eine gesetzliche Organisation werden, mit entsprechend gesteigerter finanzieller und politischer Schlagkraft. Es ist die zweite ISG in der Kreisstadt, nachdem die Eigentümer der Hauptstraße in der Stadtmitte 2006 in einem Pilotprojekt vorangegangen sind. Hier wie dort sind die Gründe die gleichen: Die Attraktivität der Einkaufsmeile soll angehoben werden, eine Aufgabe, die der Handel und die öffentliche Hand alleine nicht stemmen können. Die Eigentümer und Vermieter, die von einer Wertsteigerung stark profitieren, sollen auch investieren. In der Schloßstraße stellt sich die Lage seit dem Leerstand des Löwen-Centers dramatisch dar. Rudolf Päffgen, 1. Vorsitzende der frisch gegründeten ISG Schloßstraße, formuliert das Ziel: „Bensberg ist lebenswert, und wir wollen dazu beitragen, dass es wieder liebenswert wird.“ Als Handlungsfelder nannte er bei der Vorstellung des Projekts gestern im Hause der Bensberger Bank: die Verbesserung des Angebotes (Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen), die Steigerung der Atmosphäre (Erscheinungsbild, Fassaden, Beleuchtung, Möblierung, Sicherheit und Sauberkeit) sowie als Drittes die Optimierung des Service (Erreichbarkeit, Parkplätze, Ausschilderung, Toiletten). Mit Päffgen sind im IGS-Vorstand versammelt: Karsten Nietschke vom Sporthaus Haeger (1. Vizevorsitzender), Manfred Habrunner von der Bensberger Bank (2. Vizevorsitzender), Dieter Himperich, Architekt Harald Pohl sowie Georg Daubenbüchel, der die Interessengemeinschaft Bensberger Handel vertritt. Verzahnt ist die Initiative mit dem Vorhaben von Bürgermeister Lutz Urbach, den Bensberger Missständen energisch entgegenzuwirken. „Die Qualität des öffentlichen Raumes lässt zu wünschen übrig“, macht Urbach Handlungsbedarf aus, sieht aber zugleich „herausragende Chancen“ und „Alleinstellungsmerkmale“ in der Schloßstraße. Die Verwaltung werde ihre Ressourcen schwerpunktmäßig in Bensberg einsetzen und noch in diesem Jahr mit der Rahmenplanung Bensberg beginnen, sagte der Rathaus-Chef gestern dem ISG-Vorstand zu. Ein Thema, das ebenfalls zwischen Stadt und Eigentümern beraten wird, ist die Gestaltung der Rückseite der Schloßstraße, die zur Steinstraße hin einen Hinterhofcharakter mit stark untergenutzten Flächen zur Schau stellt. Hier soll erneut ein Anlauf zur Entwicklung eines terrassenartigen Parkdecks stattfinden. Der ISG können übrigens nicht nur Grundbesitzer beitreten, sondern auch gewerbetreibende Mieter, seien es Einzelhändler oder Freiberufler. |